PrÀzision in jeder Beschichtung
Bei Harry Maass Galvano- u. Pulvertechnik bieten wir Ihnen eine breite Palette an hochwertigen OberflĂ€chenveredelungen. Mit modernster Technologie und langjĂ€hriger Erfahrung veredeln wir Materialien fĂŒr unterschiedlichste Branchen â von EinzelstĂŒcken bis hin zu groĂen Serienproduktionen. Unser Spektrum umfasst alle gĂ€ngigen galvanischen Beschichtungen und Veredlungsverfahren.

1. Verzinken
Beim Verzinken wird, wie bei allen elektrolytischen Verfahren, eine Schutzschicht aus Zink (je nach Anwendungsfall 6- 20”m) auf der MetalloberflĂ€che abgeschieden. Dies ist besonders effektiv bei Eisen- und Stahlteilen, da das Zink zum Opfermetall gegen Korrosion wird, bevor das darunterliegende Metall angegriffen wird. Die Zinkschicht kann durch das DĂŒnn- und Dickschichtpassivieren, in blau, schwarz, gelb und irisierend mit einem höheren Korrosionsschutz geschĂŒtzt werden. Eine nachfolgende Versiegelung vertsĂ€rkt diesen Effekt nochmals. Das 6- wertige Chromatieren in gelb und oliv (nicht RoHS-konform) ist ebenfalls möglich.
Zink-Nickel-Verfahren.
Durch das Abscheiden einer Zink-Nickel-Schicht wird der Korrosionsschutz der Metallteile um ein wesentliches MaĂ erhöht. Zum Beispiel eine Zinkschicht 8 ”m + DĂŒnnschichtpassivierung, soll kein rot- Rost in 96 Stunden SalzsprĂŒhtest auf den Testteilen zeigen.
Zink-Nickel-Schichten erst nach 400-500 Stunden zu dem sind Zink-Nickel-Schichten Temperatur bestĂ€ndiger als Zinkschichten (WeiĂrost).
Werkstoffe.
VordergrĂŒndig sind Legierungsbestandteile von ca. 1,6% Mangan und ca. 0,6% Silizium als Problem Verursacher zu nennen. Diese bilden bei den Zerspanungsprozessen sogenannte âSeigerungenâ (lokale Anreicherungen von Legierungsbestandteilen). Dadurch resultierende Bekeimungsprobleme zur Beschichtung fĂŒhren zu einer langsamen Abscheidegeschwindigkeit des Elektrolyten. Innen- und HohlrĂ€ume könnten dadurch keine Beschichtung erhalten. Der zu verwendender Stahl sollte max 0,5% Mangan bzw. 0,2% Silizium aufweisen.
â Galvanischer Zink Ăberzug DIN 50962 â Fe/Zn12/Cn/T2
DIN 50962 ist die Norm fĂŒr das Verzinken
â Fe ist das Grundmaterial Eisen /Stahl
â ZN12 Zink mit einer Schichtdicke von 12”m
â CN/T2 Zink Dickschichtpassiviert mit Versiegelung
â Galvanischer Zink-Nickel Ăberzug DIN 50962 â Fe/ZnNi(8)12/An
DIN 50962 ist die Norm fĂŒr das Verzinken
â Fe ist das Grundmaterial Eisen /Stahl
â ZnNi8 Zink mit einem Nickelanteil von 8%, einer Schichtdicke von 12”m
â An/T0 Zink-Nickel DĂŒnnschichtpassiviert ohne Versiegelung
Neu: Passivierungen Ersatz fĂŒr Chom VI haltige Chromatierungen
DĂŒnnschichtpassivierung fĂŒr Blauchromatierung
An/T0 , Zink DĂŒnnschichtpassiviert ohne Versiegelung
Farbe: Farblos bis blÀulich
An/T2 , Zink DĂŒnnschichtpassiviert mit Versiegelung
Dickschichtpassivierung fĂŒr Gelbchromatierung
Cn/T0 , Zink Dickschichtpassiviert ohne Versiegelung
Farbe: Irisierend bis gelblich
Cn/T2 , Zink Dickschichtpassiviert mit Versiegelung
Schwarzpassivierung fĂŒr Schwarzchromatierung
Fn/T0 , Zink Schwarzpassiviert ohne Versieglung
2. Pulverbeschichten
Das Pulverbeschichten ist ein Lackierverfahren mit dem ein elektrisch leitendes WerkstĂŒck / Bauteil (Stahl, Edelstahl, Kupferlegierungen und Aluminium) mit einem Pulverlack elektrostatisch beschichtet wird. Nach dem Pulverbeschichten werden die WerkstĂŒcke in einem Brennofen bei 170-210 °C, je nach Pulvertyp, eingebrannt. Hierbei schmilzt das Pulver und vernetzt sich mit der MetalloberflĂ€che zu einer festhaftender Lackschicht von 60-200 ”m. Nach dem AbkĂŒhlen des WerkstĂŒckes / Bauteiles ist es mit einem sehr korrosionsfesten und kratzfesten Lacksystem beschichtet. Die Vorteile des Pulverbeschichten sind: â es ist frei von Lösemitteln, â es ergibt eine widerstandsfĂ€hige OberflĂ€che, und zeigt eine hohe mechanische Belastung.
Vor der Pulverbeschichtung mĂŒssen die WerkstĂŒcke / Bauteile gereinigt und mit einer Konversionsschicht, wie eine Phosphatierung, oder Passivierung, versehen werden. Die Arbeiten erfolgen durch ein Spritzverfahren, nach dem SpĂŒlvorgĂ€ngen und dem Zwischentrocknen der WerkstĂŒcke / Bauteile wird pulverbeschichtet.
Die Pulverbeschichtung wird in der DIN-Norm 55633 Teil 1 â 8 beschrieben.
3. Beizen von Edelstahl
Beizen ist ein chemischer Prozess, bei dem eine SĂ€ure oder eine andere chemische Lösung verwendet wird, um OberflĂ€chenverunreinigungen zu entfernen und die MetalloberflĂ€che zu reinigen. Dieses Verfahren wird hĂ€ufig vor anderen OberflĂ€chenbehandlungen angewendet, um eine gleichmĂ€Ăige saubere OberflĂ€che zu gewĂ€hrleisten.
4. Elektropolieren
Beim Elektropolieren von Edelstahl wird die MetalloberflĂ€che durch elektrochemische Prozesse geglĂ€ttet und gereinigt (Metallabtrag im ”m-Bereich). Dies verbessert das Aussehen der MetalloberflĂ€che und erhöht gleichzeitig ihre KorrosionsbestĂ€ndigkeit. Das E.-Polieren kann zum Entgraten und zum Reinigen von Bauteilen fĂŒr Lebensmittelindustrie eingesetzt werden.
E.-Polieren gemÀà DIN EN 3769 von korrosionsbestÀndigen StÀhlen und hochwarmfesten Legierungen
E.-Polieren gemÀà DIN 65230 von martensitaushÀrtenden nichtrostenden StÀhlen
5. Passivieren von Edelstahl
EdelstĂ€hle mĂŒssen nach einer mechanischen Bearbeitung wie SĂ€gen, FrĂ€sen, Drehen und SchweiĂen einer chemischen (Passivieren) oder einer elektrochemischen Behandlung (E.-Polieren) unterzogen werden, um nicht zu korrodieren (rosten). In unserem Hause können austenitische- und martensitische nichtrostende StĂ€hle nach den Normen
DIN EN ISO 16048, der LN29747 Teil 1+3/DIN EN 2616 mit den Kenn-Nr.1200 und 1201 passiviert werden.
6. Chromatieren und Passivieren von Aluminium
Chromatieren (nicht RoHS-Konform) ist ein rein Chemisches Verfahren, bei dem eine Al-chromatschicht auf der Al-OberflĂ€che erzeugt wird, um sie vor Korrosion zu schĂŒtzen,
bzw. als Vorbehandlung fĂŒr das Lackieren und Pulverbeschichten
Passivieren (z.B SurTec 650) ist das RoHS-Konform Verfahren zum Chromatieren, ist rein chemisch und dient den Korrosionsschutz und der Vorbehandlung von Al zum Lackieren und Pulverbeschichten.
z.B. Gelbchromatieren Chrom VI haltig ist nicht RoHS konform
Al â Passivieren Chrom VI frei, z.B. SurTec 650, RoHS konform
DIN 50960 Al/C
7. Eloxal-GS-Verfahren (Gleichstrom-SchwefelsÀure Verfahren)
Im Eloxalverfahren können nur Aluminiumbauteile bearbeitet werden.
2. Harteloxal, Schichtdicke 20-50 ”m
Die Eloxalschicht hat die Eigenschaft das sie 2/3 nach innen und 1/3 nach auĂen wĂ€chst, wodurch Toleranzen entsprechend vorgehalten werden mĂŒssen.
Die Eloxal-Schichten haben die Eigenschaften, dass sie eingefÀrbt werden kann. Hierbei ist die Farbe nicht auf der MetalloberflÀche, sondern in der MetalloberflÀche. Wir bieten das FÀrben mit schwarzer, roter, blauer Farbe an (andere Farbtöne auf Anfrage).
Beispiel EN2284/15/B/C
â EN2284 ist die Norm fĂŒr das SchwefelsĂ€ure Anodisieren
â 15 ist die Schichtdicke in ”m
â B ist der Verdichtungstyp
â C ist der Hinweis das die Teile noch gefĂ€rbt werden
Typ A Eloxieren ohne Nachverdichten
Typ B Eloxieren mit Nachverdichten
8. Vernickeln
Vernickelt werden können alle Metalle und Aluminium mit entsprechender Vorbehandlung, z.B. Glanznickel mit anschlieĂender Verchromung. Nickel wird aus einer wĂ€ssrigen Nickelsulfat â und Nickelchloridlösung abgeschieden und dient als Korrosionsschutz fĂŒr divers Metallteile. Nickel hat ein helles glĂ€nzendes aussehen.
Beispiel: EN12540-Fe//Cu2/Ni10b
â EN12540 ist die Norm fĂŒr das Vernickeln und Verchromen
â Fe ist das Grundmaterial Eisen/ Stahl
â Cu2 Kupfer mit einer Schichtdicke von 2”m
â Ni10 Nickel mit einer Schichtdicke von 10”m
â b HochglĂ€nzender Ăberzug
9. Chemisch-Nickel hoch Phosphorhaltig (10,3-13%)
Das Chemisch-Nickel-Verfahren ist ein reiner Chemischer Prozess bei einer Temperatur von 88-92 °C. Chemisch vernickelt können alle Metalle und Aluminium mit entsprechender Vorbehandlung. Die Chemisch-Nickelschichten mit einem Phosphorgehalt gröĂer 10% sind sehr korrosionsbestĂ€ndig und amagnetisch. Es können schichten von 4-25”m chemisch abgeschieden werden.
Beispiel fĂŒr Stahl: DIN EN ISO 4527/ Fe>G43400
â Fe>43400< ist die Bezeichnung fĂŒr einen Hochfesten Stahl
â NiP (10) der Phosphorgehalt im abgeschiedenen Nickel
â 15 ist die Nickelschichtdicke in ”m
â Cr 0,5 ist der ChromĂŒberzug mit 0,5”m Dicke
Beispiel fĂŒr Kupfer: DIN EN ISO 4527/ Cu>C10800
â Cu>C10800< ist die Bezeichnung fĂŒr einen reines Kupfer
â NiP (10) der Phosphorgehalt im abgeschiedenen Nickel
â 15 ist die Nickelschichtdicke in ”m
â Cr 0,5 ist der ChromĂŒberzug mit 0,5”m Dicke
10. Verzinnen
Beim Verzinnen wird, wie bei allen elektrolytischen Verfahren, eine Schutzschicht aus Zinn auf der MetalloberflĂ€che abgeschieden, um sie vor Korrosion zu schĂŒtzen, ca. 6-50 ”m. Da Zinn bestĂ€ndig gegen FruchtsĂ€ure und AlkalitĂ€t ist, wird es oft in der Lebensmittelindustrie eingesetzt .
Beispiel fĂŒr Eisenwerkstoffe: DIN 509657/ Fe//Sn20
â Fe ist das Grundmaterial Eisen/ Stahl
â Sn20 Zinn mit einer Schichtdicke von 20 ”m
Beispiel fĂŒr Kupferwerkstoffe: DIN 509657/ Cu//Sn15
â Cu ist das Grundmaterial Kupfer und deren Legierungen
â Sn15 Zinn mit einer Schichtdicke von 15 ”m
11. Phosphatieren
Phosphatieren ist ein chemisches Verfahren zur OberflĂ€chenbehandlung von Eisenwerkstoffen, bei der eine metallische OberflĂ€che mit einer wĂ€ssrigen Phosphatlösung reagiert und eine sogenannte Konversionsschicht aus fest haftenden Metallphosphaten entsteht. Die eigentliche Zinkphosphatierung geschieht dann bei 50 bis 85 °C. Die Manganphosphatierung lĂ€uft bei 90 bis 95 °C ab. Zinkphosphat wird oft zur Vorbehandlung fĂŒrs Lackieren und Tiefziehen von Stahlblechen eingesetzt, Manganphosphat wird zur VerschleiĂminderung und Anlaufhilfen von hochbelasteten Gleiteilen verwende z.B. GroĂgetriebe.
Beispiel fĂŒr Zinkphosphat: DIN 50942- Fe/Znph r 3 a
â Fe ist das Grundmaterial Eisen/Stahl
â Znph Art der Phosphatschicht
â r Zinkphosphat zur Haftvermittlung
â 3 flĂ€chenbezogene Masse 3g/m2
â T 1 Anwendung von Anstrichstoffen(a)
â T 2 Anwendung von Versiegelungsmitteln
â T 4 Fette, Ăle, Schmiermittel
â T 5 Wachse
12. BrĂŒnieren von Stahl
Das BrĂŒnieren ist ein chemisches Verfahren in einer Salzschmelze bei 140°C. Die in diesem Verfahren entstehende dĂŒnne Korrosion Schutzschicht ist schwarz und wird zur Dekoration und als Schutzschicht vor Korrosion eingesetzt.
BrĂŒnierte Teil mĂŒssen nach der Behandlung eingeölt oder gewachst werden, wodurch sie glĂ€nzend tiefschwarz werden.
Eingesetzt wird dieses Verfahren im Maschinenbau, Waffentechnik und optischen GerĂ€tebau nach der Norm DIN 50938 â Fe/A f
â Fe = Eisen/Stahl als Grundmaterial Eisen/Stahl
â A = EinbadbrĂŒnierung
â F = befettet
13. Vergolden
Bei der Vergoldung wird, aus einer wĂ€ssrigen Lösung (Elektrolyt) unter Einsatz von Gleichstrom, eine dĂŒnne Goldschicht auf der MetalloberflĂ€che abgeschieden ca. 0,3- 2,0 ”m, um sie zu veredeln und zu schĂŒtzen.
Dieses Verfahren verleiht Metallteilen einen luxuriösen Glanz und erhöht die LeitfĂ€higkeit von elektrischen Kontakten und schĂŒtzt mit einer chemischen Vernicklung vor Oxidation.
Ăberzug DIN 50960-Cu/Au(80)1,5
â Cu ist das Grundmaterial Kupfer und deren Legierungen.
â Au 1,5 Gold Ăberzug mit einer Schichtdicke von 1,5 ”m
â (80) ist der GoldlegierungsĂŒberzug mit einem Massenanteil von 80%
14. Versilbern und Rhodinieren
Ăhnlich wie bei der Vergoldung wird beim Versilbern eine dĂŒnne Silberschicht auf der MetalloberflĂ€che abgeschieden. Dies verleiht dem Metall ein glĂ€nzendes weisliches Aussehen und bietet teilweise Schutz vor Korrosion und Oxidation.
Silber wirkt antiseptisch und ist ein guter elektrischer Leiter, Schichtdicken 0,5-5”m
Ăberzug DIN 50960-Cu/Ag 5
â Cu ist das Grundmaterial Kupfer und deren Legierungen.
â Ag 5 SilberĂŒberzug Ăberzug mit einer Schichtdick von 5 ”m
â Rh Rhodium Ăberzug mit einer Schichtdick von 0,5 ”m
15. Verchromen: Dekorativ- und Hartchrom
Verchromt werden können alle Metalle und Aluminium mit entsprechender Vorbehandlung, z.B. Glanz- und Chemisch-Vernickelt.
Chrom wird aus einer wĂ€ssrigen Chrom-VI-Lösung abgeschieden und dient als Korrosion- und VerschleiĂschutz. Chrom hat ein helles blĂ€uliches aussehen und wird als Glanzchrom mit 0,2-0,5 ”m abgeschieden.
Hartchrom als VerschleiĂschutz erreicht SchichtstĂ€rken von 15-500”m
Beispiel: EN12540-Fe//Cu2/Ni10b/Crmc
â EN12540 ist die Norm fĂŒr das Vernickeln und Verchromen
â Fe ist das Grundmaterial Eisen/Stahl
â Cu2 Kupfer mit einer Schichtdicke von 2”m
â Ni10 Nickel mit einer Schichtdicke von 10”m
â b HochglĂ€nzender Ăberzug
â Cr Verchromen
â mc Mikrorissiger ChromĂŒberzug
oder
DIN 50960 / EN12540-Fe//Cr50, Hartchrom mit 50 ”m
â Fe ist das Grundmaterial Eisen/ Stahl
â Cr Verchromen 50”m
8. Individuelle Lösungen
Jedes Projekt erfordert maĂgeschneiderte Lösungen. Deshalb bieten wir Ihnen nicht nur Standardverfahren, sondern entwickeln auch individuelle Beschichtungen, die exakt auf Ihre Anforderungen zugeschnitten sind. Durch unsere jahrelange Erfahrung und den engen Kontakt mit unseren Kunden stellen wir sicher, dass jede Beschichtung höchsten QualitĂ€tsanforderungen entspricht.


